Das Kreativteam

Foto: Urban Ruths

Natalie O’Hara – Schauspielerin/Pianistin/Produzentin

Natalie O‘Hara wurde als Tochter einer deutschen Flötistin und eines amerikanischen Theologen in Göttingen geboren.
Es zog sie früh zur Bühne, ihre Kindheit war geprägt von Theatergruppen, Ballettschule, Kirchenchor, Klavierunterricht und Musikwettbewerben.
Nach dem Abitur machte sie eine Musicalausbildung an der Hamburger Stage School of Music, Dance & Drama zur staatlich geprüften Bühnendarstellerin, nahm zusätzlich Schauspielunterricht u.a. bei Horst Antlitz und Marianne Bernhardt und ließ sich bei der Lee Strasberg-Schülerin Geraldine Baron in Method Acting ausbilden.

Kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung 1999 hatte Natalie O‘Hara ihr TV-Debüt in der ARD-Serie ST. ANGELA. Kurz darauf das erste Theaterengagement am Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg. Es folgten viele weitere z.B. an den Hamburger Kammerspielen, der Komödie im Bayerischen Hof, München, dem Fritz-Remond-Theater, Frankfurt, und dem Alten Schauspielhaus, Stuttgart.
Ihre erste TV-Hauptrolle hatte O’Hara 2004 in der Rosamunde Pilcher – Verfilmung TIEFE DER GEFÜHLE. Seither war sie regelmässig in TV Produktionen wie TRAUMSCHIFF, SOKO 5113, UM HIMMELS WILLEN, SOKO KÖLN, TATORT, u.v.a. zu sehen. Seit 2007 spielt sie die Rolle der Susanne Dreiseitl in der ZDF-Serie DER BERGDOKTOR. Seit 2017 gehört sie ausserdem zum Ensemble der Krimi-Reihe DIE TOTEN VON SALZBURG.

Das Solostück ALICE – SPIEL UM DEIN LEBEN von Kim Langner über die Pianistin Alice Herz-Sommer wurde für Natalie O’Hara als Klavier spielende Schauspielerin geschrieben. Es wurde von O’Hara und Michael Hildebrandt in Kooperation mit den Hamburger Kammerspielen produziert.
Für die herausfordernde Aufgabe über 20 Rollen und live klassisches Klavier zu spielen, hat sich Natalie O’Hara vier Jahre mit dem musikalischen Leiter Matthias Stötzel und der ukrainischen Pianistin Olga Karelina vorbereitet.
2023 erschien O’Haras Klavier-Album FÜR ALICE mit der Musik aus dem Theaterstück.

Seit 2008 ist Natalie O’Hara mit dem Musical-Produzenten Johannes Mock-O’Hara verheiratet.

Foto: Koszki

KIM LANGNER – AUTORIN

Kim Langner kommt aus einer deutsch-französischen Familie mit jüdischen Wurzeln und hat in Paris studiert. Bei Jacques Lecoq genoss sie eine Theater-Ausbildung, bei der verschiedene Kunstformen wie Körpertheater, Pantomime, Tanz, Musik und bildende Künste miteinander verwoben werden, ein Theaterstil, der sie nachhaltig geprägt hat.
In Paris arbeitete sie als Schauspielerin, sowie als Regieassistentin, unter anderem für „Un monde fou“, das 2008 mit dem Molière für das beste Solostück ausgezeichnet wurde. Seit 2012 lebt Kim in Berlin als freischaffende Schauspielerin, Regisseurin, Autorin, sowie Übersetzerin für Theaterstücke. Das von ihr verfasste Werk „Spiel um dein Leben“ entstand nach der Begegnung mit Familienangehörigen von Alice Herz-Sommer und ist durch das Schicksal von Kims Urgroßvater inspiriert, der ebenfalls nach Theresienstadt deportiert wurde und die Shoa dort überlebte.

Durch die mit ihr befreundete Familie Gornstein erfuhr Kim 2013 von Alice Herz-Sommers außergewöhnlicher Geschichte.
2018 kam Natalie O’Hara auf Kim zu und bat sie, ihr für eine „Lesung mit Klavierspiel“ eine Strichfassung aus Alice-Herz-Sommers Biografie-Roman zu machen. Stattdessen hatte Kim die Idee für „Alice – Spiel um dein Leben“ und entwickelte dieses besondere Konzept: Leere Bühne, nur ein Klavier, Musik, eine Schauspielerin in allen Rollen, viel Pantomime, der Rest, die „Magie“, entsteht durch Schauspielkunst und die Fantasie des Zuschauers. Sie hatte seit ihrer Ausbildung in Paris viel Erfahrung mit dieser Theaterform gemacht und plante schon länger selbst ein Werk in dem Stil zu entwickeln und verfassen.

Kims Recherche stützt sich auf Gespräche mit Alices Familie und Freunden (vielen Dank an Ariel Sommer, Eli Gorenstein, Chaim Adler, Zdenka Fantlova, Ester Marom und Anita Lasker-Wallfisch), auf die Biografie „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“, diverse Dokumentarfilme (z.B. „Everything is a present“, „Von der Hölle ins Paradies – Chopin hat mein Leben gerettet“), sowie auf zahlreiche Schrift- und Ton-Aufzeichnungen von Freunden, Familie und Journalisten.

Obwohl dem Werk eine Vielzahl an Literatur über das Lager Theresienstadt zugrunde liegt, muss das Buch von H.G. Adler „Theresienstadt 1941-1945 – Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft“ als besondere Informationsquelle hervorgehoben werden.

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FRANÇOIS CAMUS – Regisseur

Nachdem er Drama am Chaillot Nationaltheater in Paris und an der Schauspielschule von Uta Hagen in New York studiert hatte, begann François Camus seine Regiekarriere in Deutschland. Am Deutschen Theater Berlin, der Volksbühne und auch in Stuttgart wurde er von Regisseuren wie Dimiter Gotscheff, Manfred Langner und Herbert Fritsch ausgebildet.

Im Jahr 2013 feierte er sein Regiedebüt im Alten Schauspielhaus Stuttgart mit Amélie Nothombs „Antéchrista“. Nach diesem Erfolg folgten fünf weitere Stücke mit den Schauspielbühnen Stuttgart. François Camus hat mit dem Nationaltheater Trier, dem Hamburger Kammerspiel, den Festspielen Hanau, dem Nationaltheater Luxemburg und dem Nationaltheater Esch-sur-Alzette zusammengearbeitet.

Auszeichnungen und Nominierungen:

2015 nominiert für den Monica-Bleibtreu-Preis.
2018 gewonnen: Publikumspreis für das beliebteste Stück des Jahres in Stuttgart.
2021 gewonnen: Luxemburgischer Nationaltheaterpreis.
2023 nominiert für den Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares mit „ALICE-Spiel um Dein Leben“.

MATTHIAS STÖTZEL – Musikalischer Leiter

studierte an der Musikhochschule in Freiburg und arbeitete zunächst als Dirigent und Korrepetitor in Hildesheim und Münster.
Anschließend arbeitete er als Musikalischer Leiter am Hamburger Hafentheater,
am Deutschen Schauspielhaus, sowie am Burgtheater / Wien.

Weitere Arbeiten als Arrangeur, Pianist, Komponist und musikalischer Leiter führten ihn an die Hamburger Kammerspiele, das Zürcher Schauspielhaus, das Altonaer Theater, Theater Hannover, die Ruhrfestspiele Recklinghausen, Thalia-Theater, zum Festival in Aix-en-Provence, und an das St.Pauli-Theater.

Seit 2010 ist er Professor für die musikalische Ausbildung der Schauspieler*innen an der HfMT Hamburg.

Daniel Sestak – Lichtdesign

Foto: Angela Regenbrecht

Studio Eigengrau – Video- und Sounddesign

Daniel Bandke und Hajo Rehm

Studio Eigengrau ist ein in Berlin ansässiges Design-Studio mit dem Fokus auf künstlerische, multimediale Inszenierungen. Gegründet wurde es von den Medienkünstlern und Designern Daniel Bandke und Hajo Rehm, die mit ihren Designs und Videomappings international tätig sind und Gebäude, Bühnen und Räume als ihre „Leinwände“ bespie- len. Studio Eigengrau erzählen Geschichten, bilden die Verbindung zwischen Klang und Schauspiel und formen so das künstlerische Gesamtbild entscheidend mit.

Zu den zahlreichen Projekten der vergangenen Jahre gehörten u.a. 2019 die Eröffnungsshow der Euro- päischen Kulturhauptstadt in Plovdiv, sowie die Multimediashow am Brandenburger Tor „30 Jahre Mauerfall“. 2021 „Der Luther Moment“ in Worms anlässlich 500 Jahre Wormser Reichstag, sowie 2022 die weltweit erste Oper „Chasing Waterfalls“ an der Semperoper in Dresden, bei der eine künstliche Intelligenz maßgeblich an der Gesamtkomposition beteiligt war. https://www.studio-eigengrau.com

Lilli Hildebrandt – Regieassistenz

Lilli Hildebrandt wurde 2000 in Witten geboren. Im Alter von 17 Jahren drehte sie ihren ersten eigenen Kurzfilm, für den sie auf zahlreichen Festivals prämiert wurde. Seit ihrem Abitur arbeitete Lilli als Regieassistenz und Script Continuity an Filmsets in Berlin, Hamburg und Wien, setzte weitere ausgezeichnete Filmprojekte um (u.a. Bundesfestival junger Film, Jugendkurzfilmfestival Trostberger Filmtage, 33. abgedreht! Filmfestival) und absolvierte eine Journalismusausbildung beim Welt Fernsehsender. 

Bei Alice – Spiel um dein Leben assistierte sie dem Regisseur François Camus. 

Aktuell lebt die 23-jährige in Berlin, schreibt und recherchiert für die Filmproduktionsfirma DARK WAYS und arbeitet an eigenen kreativen Projekten.

MICHAEL HILDEBRANDT – Produzent

Als freier Produzent verbindet Michael Hildebrandt seine Liebe zu Theater und Musik mit Know-How aus BWL und Marketing. Nach dem Wirtschaftsstudium und Stationen bei BBDO, Stella Musical und dem Deutschen Theater München, steuerte er zehn Jahre lang die kommerziellen Aktiviten von Stage Entertainment. Danach entstanden unter seiner Ägide neue deutsche Musical-Produktionen wie „Hinterm Horizont“, „Rocky“, „Goethe“ und „Das Wunder von Bern“.

Unter dem Label „STÜCKGUT“ entwickelte er in Zusammenarbeit mit Martin Lingnau u.a. das Musical „Die Weihnachtsb.ckerei“ mit Liedern von Rolf Zuckowski. Michael Hildebrandt ist Dozent für Live-Entertainment bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Er lebt mit Frau Corinna und drei Kindern in Hamburg.